Obwohl die Werkstattarbeit bislang nicht als SOKA-Bau-pflichtig galt, hat das Bundesarbeitsgericht in Erfurt nun anders entschieden. Werden in der Werkstatt ganze Gebäudeteile produziert, handelt es sich um Bautätigkeit, für die SOKA-Bau-Beiträge abzuführen sind. In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall ging es um einen Zimmererbetrieb, welcher Beiträge in Höhe von 120.000 Euro für 4 Jahre nachzahlen musste. Dieser hatte Wintergärten für Wohnhäuser errichtet. Betriebe, die mit der Produktion von Bauelementen befasst sind, sind also gut beraten, die Beitragspflicht überprüfen zu lassen. Mit einer sorgfältigen Vorbereitung und gegebenenfalls Umstrukturierung des Betriebs lässt sich die Beitragspflicht zur SOKA-Bau vermeiden bzw. reduzieren.