Häufig fordert die SOKA-Bau Beiträge von Unternehmen, die selbst ein Laie nicht als baulich einstufen würde. Ein aktueller Fall zeigt, dass auch Unternehmen, die sich mit Recycling und Entsorgung befassen, nicht unbedingt vor der SOKA-Bau sicher sind. Das Landesarbeitsgericht Hessen entschied ebenso wie zuvor bereits das Arbeitsgericht Wiesbaden, dass ein solches Unternehmen je nach Struktur des Betriebs ebenfalls verpflichtet sein kann, Beiträge zur SOKA-Bau zu zahlen. Damit setzten die Gerichte Entsorgung und Recycling mit Abbruchtätigkeiten gleich. Eine Revision zum Bundesarbeitsgericht legte das betroffene Unternehmen nicht ein, obgleich es von diesem Gericht anderslautende Rechtsprechung gibt. Dies hätte mit vorzeitiger spezialisierter Beratung verhindert werden können. Um derartige gerichtliche Auseinandersetzungen von vornherein zu vermeiden, ist es sinnvoll, sich frühzeitig um die SOKA-Bau-Pflicht zu kümmern. Denn die SOKA-Bau fordert häufig rückwirkend für über drei Jahre Beiträge von Unternehmen zurück.