Das Landesarbeitsgericht in Frankfurt musste sich mit der Frage beschäftigen, ob ein Restaurator mit akademischer Ausbildung mit seinem Betrieb den Tarifverträgen für Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk unterfällt. Der Unternehmer wehrte sich gegen die Beitragspflicht. Er war der Ansicht, er führe keinen gewerblichen Betrieb, sondern übe einen freien Beruf aus. Das Landesarbeitsgericht hat ihm in diesem konkreten Einzelfall Recht gegeben, weil seine Tätigkeiten durch eine wissenschaftlich-kunsthistorische Herangehens- und Arbeitsweise geprägt waren. Aus diesem Grund musste er keine Auskünfte über den Verdienst seiner Beschäftigten geben und keine Beiträge abführen.

Die Arbeitsgerichte urteilen auch über die Beitragspflicht zur SOKA-Bau. Dieser Fall zeigt einmal mehr, dass jedes Unternehmen individuell zu betrachten ist.