Diese Frage hat das Landesarbeitsgericht Hessen verneint und somit eine vorherige Entscheidung des Arbeitsgerichts Wiesbaden korrigiert. Im konkreten Fall handelte es sich um einen Unternehmer mit 5 Mitarbeitern, das sich auf das Aufhängen von Spanndecken als günstigere Alternative zum Sanieren und Abhängen von Decken in Trockenbauweise spezialisiert hatte. Die Soka-Bau verlangte eine Rückzahlung in Höhe von 40.000 Euro. Hierzu argumentierte sie, der Betrieb übe Trocken- und Montagearbeiten aus. Das Unternehmen hingegen sah sich eher als Raumgestalter. Während das Arbeitsgericht Wiesbaden der Soka-Bau Recht gab, urteilte das Landesarbeitsgericht Hessen zugunsten des Unternehmens. Hiergegen legte die Soka-Bau Rechtsmittel ein, sodass das Bundesarbeitsgericht nun über den Fall entscheiden muss. Dieser Fall zeigt erneut, wie unterschiedlich Gerichte hinsichtlich der Zugehörigkeit zur Soka-Bau urteilen und dass die Rechtsprechung sich langsam zugunsten der Unternehmen wendet. Auch wenn jeder Einzelfall anders ist, lohnt es sich, die Rechtmäßigkeit der Forderungen überprüfen zu lassen. Auf keinen Fall sollten Unternehmen der Soka-Bau bereitwillig Auskunft erteilen, ohne die Rechtmäßigkeit der Forderung zuvor geprüft zu haben.