Wenn die Zollfahnder anrücken, ist auch die SOKA-Bau nicht weit. Häufig erhält die SOKA-Bau Kenntnis von Schwarzarbeit oder Verstößen gegen den Mindestlohn. Dies zeigt u.a. der Fall eines Unternehmens, welches als Subunternehmer tätig war. Bei diesem bestand der unbegründete Verdacht, dass es den Mindestlohn unterschreitet und schwarzarbeitet. Davon bekam das Hauptzollamt Wind und durchsuchte das Unternehmen. Basierend auf den geschätzten Zahlen des Unternehmens forderte anschließend die SOKA-BAU entsprechende Beiträge für die vergangenen Jahre in Höhe von knapp 50.000 Euro. Denn die SOKA-Bau gleicht die Zahlen mit denen des Zollamtes, der Arbeitsagentur und Trägern der Sozialversicherung ab. Darüber hinaus bietet sie ein Meldeportal an, auf dem anonym Schwarzarbeit und illegale Beschäftigungen angezeigt werden können. Nachdem das Unternehmen die Zahlung verweigerte, klagte die SOKA-Bau. Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie die SOKA-Bau Daten von verschiedenen Behörden und anonymen Meldern erhält. Selbst im Falle des unbegründeten Verdachts von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung ist also auch die SOKA-Bau nicht weit. Aus diesem Grund sollten sich Unternehmen in diesen Fällen unverzüglich an Spezialisten wenden, um weitere Nachforderungen abzuwehren.