Viele Trockenbau- und Innenausbaubetriebe fragen sich, ob sie verpflichtet sind, Beiträge an die SOKA-Bau zu zahlen. Ob dies der Fall ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Zwar handelt es sich beim Trockenbau grundsätzlich um eine SOKA-Bau-pflichtige Tätigkeit, allerdings fallen viele Betriebe, die Trocken- und Innenausbau arbeitet verrichten, unter Ausnahmetatbestände.

Hierbei gilt es zu berücksichtigen, dass jeder Einzelfall anders gelagert ist. Auch wenn Trockenbau grundsätzlich vom Tarifvertrag über das Sozialkassenverfahren im Baugewerbe umfasst ist, können viele einzelne Aspekte dazu führen, dass der konkrete Betrieb nicht SOKA-Bau-pflichtig ist. Dabei sind nicht nur die konkreten Tätigkeiten, sondern auch die Innungszugehörigkeit, der Umfang der Trockenbautätigkeiten, sonstige Tätigkeiten des Unternehmens sowie die Arbeitszeiten zu berücksichtigen. Ferner ist die Kenntnis der einschlägigen Rechtsprechung einzelner Gerichte erforderlich.

Aus diesem Grund lohnt es sich in den allermeisten Fällen, sich gegen Beitragsforderungen der SOKA-Bau zur Wehr zu setzen. Dies sollte mit Hilfe von Spezialisten, zum Beispiel Kompetenz Mittelstand geschehen, denn uns sind die typischen Fallstricke des SOKA-Bau-Verfahrens bekannt. Denn die Einzelheiten der Rechtsprechung und Auslegung des Sozialkassenverfahrens sind derart komplex, dass auf diesem Gebiet unerfahrene Betriebsinhaber oder Rechtsanwälte häufig schon aus Zeit- und Kostengründen nicht alle wesentlichen Aspekte erkennen können.